Europa-Reise des TsinghuaEntrepreneur& Executive Club (TEEC) (1) ----- Geschäftsbesuch bei Aachen Fraunhofer Institut

Datum: 07.09.2016                 Quelle: TEEC                  Autor: TEEC

Am 5. September besuchten Unternehmen die zweite Station der Europa-Reise --- das AachenerFraunhofer Institut der Universität RWTH Aachen. Das Fraunhofer Institut ist die größte Organisation für angewandte Forschung Europas und befindet sich an zweiter Stelle der weltweit innovativen Forschungseinrichtungen in 2016. Besucht wurden das Institut für Lasertechnik (ILT) und das Institut für Produktionstechnologie (IPT), die mit der RWTH Aachen eng zusammenarbeiten. Die„Auftragsforschung“ des IPTs ist ein repräsentativer Vertreter des Fraunhofer Modells für Industrie 4.0.Das war zugleich auch der erste Geschäftsbesuch am Tag nach der Gründung der europäischenZweigniederlassung. 

Die RWTH Aachen ist eine der prestigeträchtigsten Universitäten für Wissenschaft und Technologie in Deutschland und die einzige Universität, die mit der Tsinghua Universität langfristig zusammenarbeitet. Der Besucheraustauschfand in einem allgemeinen Lehrraum der Universität statt. Die Teilnehmer fühlten sich in ihre Schulzeit zurück versetzt. Anlässlich der Gründung der europäischen Zweigniederlassung trugen alle Teilnehmer der Delegation entsprechende Oberbekleidung.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Chinesischen Allianz für Industrie 4.0 e.V., Dr. XiangqianZHOU,zeigte den Mitgliederndie verschiedenen Gebäude der Universität und erläuterte, welche berühmten Alumnis hier früher studierten: Theodor von Kármánals Mentor von Qianxue SEN, Präsidenten von großen Autoherstellern, Chinas stellvertretende Minister des Ministeriums für Bildung YuWEI sowie der ehemalige Präsident der Tsinghua Universität Dazhong WANG.

Zunächst hat Dr. Stollenwerk vom Fraunhofer ILT Aachen eine kurze Einführung in die Geschichte und die aktuelle Situation des Instituts gegeben. Innerhalb eines sich rasch entwickelnden Industriefertigungsprozesses bietet das ILTProdukte und Dienstleistungen an,wie Metall 3D-Druckoder auch Materialanalyse. Die Produktionen sind sowohl umweltfreundlich als auch sicher. Das ILT besteht aus insgesamt 450 Mitarbeitern, 160 Wissenschaftlern und 180 Assistenten. Bisher wurden 30-40 Unternehmen erfolgreich etabliert. Aus dem Forschungsinstitut bilden sich derzeit neue Firmen sowie Lehrinstitutionen der Exzellenzheraus.

Fraunhofer ILT Aachen Dr. Stollenwerk

Die Mitarbeiter des IPT erläuterten die Produktionstechnik allgemein und wagten einen Ausblick in die Zukunft der Marktentwicklung von 4.0-Produkten. Der Schwerpunkt innerhalb F&E sowie der Produkte wird in der Entwicklung industrieller Laser sowie in deren Anwendung gesehen. Die wichtigsten Kunden kommen dabei aus Automobilherstellung, Maschinenbau, chemische Industrie, Elektronik, Stahl, Feinmechanik, Optik und andere Fachgebiete. Forschungsergebnisse und Produkte werden größtenteils aus Deutschland kommen. Darüber hinaus hat das IPT im Bereich „Laserstrahlquelle und Plasmasysteme“ den Festkörperlaser sowie den Diodenlaser für Industrie und die EUV-Strahlungsquelle für Fotolithographie für die Herstellung des Halbleiters entwicklt. Ein weiteres Geschäftsfeld „Laserbearbeitungstechnologie“ hat die Probleme aus Einschnitt, Entfernung, Bohren, Schweißen, Oberflächenbearbeitung und Mikrobearbeitung beseitigt, dessen Forschungsschwerpunkte die Verarbeitung von Makro-& Nanostruktur und verschiedene Projekte von Biophotonik sind.

Der Vorstandsvorsitzendeder Deutsch-Chinesischen Allianz für Industrie 4.0 e.V., Dr. Xiangqian ZHOU, teilte die wichtigsten Neuigkeiten bezüglich Industrie 4.0 mit und erklärte die Konzepte der Industrie 4.0. Das Thema Industrie 4.0 gehört zu einem vorgeschlagenen Projekt innerhalb der „High-Tech-Strategie für Deutschland 2020“ der Bundesregierung. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gemeinsamgefördert. Die Investitionen sollen sich auf bis zu 200 Millionen Eurobelaufen. Ziel ist es, dasNiveau der herstellenden Industrie zu verbessern, smarte Fabriken mit Anpassungsfähigkeit, Ressourceneffizienz einzurichten und die Kunden und Markt partnerschaftlich in den Markt- und Preisprozess integrieren. Dr. Zhou hat am Beispiel des deutsch-chinesischen Stammzellenprojekts die Investitionsstruktur aufgezeigt und bewiesen, dass Erwerb von Patenten bzw. Lizenzen und Kooperation mit Unternehmen in Deutschland möglich sind. Industrie 4.0 und Quantum-Technologie sind derzeit das Augenmerk Europas. Die chinesische Regierung ist ebenfalls dieser Auffassung.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Chinesischen Allianz für Industrie 4.0 e.V., Dr. Xiangqian ZHOU

Auf dem Forum hat der Präsident von TEEC Jianyue Pan sein Unternehmenden Vertretern des Fraunhofer Instituts sowie der RWTH Aachen vorgestellt. Die Generalsekretärin der europäschen Ortsgruppe Jing LU hat an das Institut T-Shirts mit dem Aufdruck „I Love TEEC Europe“ als Dankeschön für die zahlreichen Präsentationen der Professoren, Dozenten und Auszubildenden des Instituts verteilt.

Nach dem Forum besuchten die Mitglieder die Werkstätten. Die Forscher haben die Fernsteuerungsfunktion der Brille gezeigt. Dank der neuartigen Technologie können sich Arbeiter schneller in neue Aufgabenstellungen einarbeiten. Die Arbeiter erledigen eigene Aufgaben durch entsprechende Anweisungen. Dies hat die Arbeitseffizienz stark verbessert. Besonders wenn jemand krank ist, kann schnell Ersatz gefunden werden. Gleichzeitig kann man durch die Smart-Brille die betreffenden Probleme der Produkte erfassen und die Informationen in eine Datenbank übertragen, damit der nächste Mitarbeiter auf diese Informationen zurückgreifen kann und die Arbeit effektiver übernehmen kann. Dies hat die Produktivität deutlich verbessert. Die Erweiterungen der Technik sind auf den Bereich derInfrarot-Linsen für den Zivilbereich, den verbundenen Formenbau, der Entwicklung der Effizienz, dem Automobil, der unbemannten Luftfahrzeuge, der Verkehrssteuerung usw. anzuwenden. Das Ziel des Fraunhofer Instituts ist es, mit anderen Unternehmen bezüglich der Intensivierung des Technologietransfers zusammenzuarbeiten.

Alle Teilnehmer sind davon überzeugt, dass sie noch viel von der deutschen Industrie lernen und zum Vorbild nehmen können.