Internationales Diskussionsforum zu Industrie 4.0 Lösungen für Unternehmen




Unter dem Motto „Integratives Wachstum auf dem Weg zu Industrie 4.0fand das 11. World Economic Forum Annual Meeting of New Champion in Dalian (VR China) statt. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Transformation ist es zum gemeinsamen Problem aller Länder geworden, wie man die positiven Auswirkungen der innovativen Technologien im Rahmen der Industrie 4.0 für das Wohl der Gesellschaft maximieren und negative Faktoren reduzieren kann, um mit der Entwicklung neuer Technologien das Wachstum der Gesellschaft sicherzustellen.

Zu dem Weltwirtschaftsmeeting sind Führungskräfte, Entscheidungsträger und Experten verschiedener Länder eingeladen gewesen, hierunter Herr Philippe Meunier (ehemaliger Direktor des Wirtschaftsentwicklungsamts der westlichen Region der Schweiz), Prof. Ignacio Cortes aus dem Zentrum für internationale Beziehungen der Nationalen Autonomen Universität Mexiko, Herr Brad Keywell (CEO der Uptake Technologies in den USA) sowie der stellvertretende Präsident der Deutsch-Chinesischen Allianz für Industrie 4.0 e.V. Herr Dr. Jiafu LUO.

Im Interview mit xinhuanet betonte Herr Dr. LUO, die Regierungen sollten zur digitalen Wirtschaftstransformation aktiv und gleichberechtigt beraten und diese fördern. Gleichzeitig politische Maßnahmen für Branchen und Personen entwickeln, deren Interessen während der Transformation bedroht werden können. 

Nach Herrn Dr. LUOs Sichtweise fördert die deutsche Regierung die allseitige Entwicklung der Industerie 4.0 und unterstützt wissenschaftliche Forschungsprojekte zu neuen Technologien im ganzen Land. In vielen Regionen Deutschlands werden forschende Technologiezentren gegründet, damit die erfolgreichen wissenschaftlichen technologischen Ergebnisse von kleinen und mittleren Unternehmen in Anwendung gebracht werden können. Dadurch wird den KMUs bei der Verwirklichung ihrer eigenen digitalen Strategie geholfen. Sie können unentgeltlich Beratung in Anspruch nehmen und technologische Simulationen im Umfeld der Industrie 4.0 durchführen. Dies alles wird dabei helfen, dass sich deutsche KMUs auf dem Weg zu Industrie 4.0 effektiv und effizient transformieren können.

Herr Meunier und Herr Keywell betonten die Wichtigkeit der Beherrschung neuer Technologien durch Angestellte, insbesondere durch junge Menschen. Herr Keywell sagte, dass Mut und Kreativität für die Zukunft von großer Bedeutung seien und neue Technologien Menschen bei der Arbeit helfen können. Daher sollten wir keine Angst vor der Entwertung der Menschen durch Technologien haben. Ebenso war Herr Prof. Cortes der Meinung, dass mehr Investitionen seitens Regierung und Unternehmen für Bildung getätigt werden sollten, um jungen Menschen bei Ihrer Anpassung an die vierte Industrierevolution zu helfen.

Alle Tagungsteilnehmer waren sich einig, dass neue Politik und Technologien die Lösungen für die vierte Industrierevolution sind. Die Regierungen sollten vor allem durch die Entwicklung von Politik- und Beratungsmaßnahmen die Interessen von Unternehmen und Angestellten schützen, um ein integratives und nachhaltiges Wachstum der Industrie zu verwirklichen. Basierend auf Digitalisierung werde die vierte Industrierevolution großen Einfluss auf den traditionellen Arbeitsmarkt ausüben. Um aktiv auf die Herausforderungen der technologischen Innovation reagieren und sich vor den negativen Auswirkungen künstlicher Intelligenz und Robotik  schützen zu können, sollten Arbeitnehmer sich mit Wissen neuer Technologien ausstatten. Neue Politikmaßnahmen sowie Technologien gelten als wesentliche Voraussetzungen für ein integratives Wachstum der vierten Industrierevolution. 



Herr Dr. Jiafu LUO ist Senior Manager der Technology Enablement und Business Transformation bei Ernst&Young Deutschland sowie stellvertretender Präsident der Deutsch-Chinesische Allianz für Industrie 4.0 e.V. Als erfahrener globaler Projektleiter in allen relevanten Ländern, vor allem in China, analysiert er den Unterschied zwischen chinesischen und deutschen Unternehmen bezüglich des Niveaus der Industrialisierung durch ITC. Er verbindet Industrie 4.0 und Made in China 2025 und organisiert den Austausch zwischen Unternehmen und Instituten beider Länder.